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Belastungsprobe Wechseljahre

Belastungsprobe Wechseljahre

Haben Sie das schon einmal erlebt: Sie sind zu Gast beim Abendessen und plötzlich rinnt der Schweiß? Sie fahren U-Bahn und bekommen eine Panikattacke? Sie sind beim Bäcker, Ihre Lieblingsbrötchen sind ausverkauft und Sie  fangen an zu weinen? Meistens kommen die Beschwerden aus heiterem Himmel: Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Panikattacken und Stimmungsprobleme sind deutliche Symptome der Wechseljahre (Menopause). Die nachlassende Hormonproduktion macht dünnhäutig. Da werfen  einen plötzlich Kleinigkeiten aus der Bahn, man ist schnell gereizt  und obendrein macht der Sex auch keinen Spass mehr. Mehr als zwei Drittel aller Frauen in den Wechseljahren  leiden unter diesen Beschwerden. Doch Ihnen kann geholfen werden!Denn die Angst vor den Wechseljahren ist ebenso unbegründet wie die Angst vor den Hormonen. Deshalb: Nehmen Sie Ihre Beschwerden nicht einfach hin. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Lassen Sie sich detaillierte  Informationen zur Hormontherapie und eventueller Risiken geben. Natürlich gibt es Fälle, in denen man von einer Hormongabe abrät, aber vergessen Sie nicht: Um Lebensqualität zurückzugewinnen, ist die Hormontherapie die wirkungsvollste Therapie gegen ausgeprägte klimakterische Beschwerden. 

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Petra(51) (Montag, 19 Februar 2018 20:59)

    Ich habe gehört, daß pflanzliche Präparate genauso gut gegen Hitzewallungen helfen wie Hormone. Stimmt das?

  • #2

    Dr.Jutta Reiss (Mittwoch, 21 Februar 2018 19:03)

    Pflanzliche Präparate, sogenannte Phytoöstrogene, sind häufig bei Hitzewallungen, Schweissausbrüchen und anderen klimakterischen Beschwerden in normaler Dosierung kaum wirksam. Die Wirkung von anderen Präparaten wie Traubensilberkerze (Cimicifugaextrakt) ist individuell sehr unterschiedlich und nicht immer vorhersagbar.

  • #3

    B. Scheider (Montag, 26 Februar 2018 21:57)

    2. Nie habe ich ein Problem mit meinem Gewicht gehabt, aber jetzt in meinen Wechseljahren nehme ich zu , obwohl ich mehr Sport mache und weniger esse. Bisher habe ich nur zwei Kilo in einem Jahr zugenommen, aber ich habe Angst mit den Hormonen noch dicker zu werden. Was kann ich tun?

  • #4

    Dr. Jutta Reiss (Mittwoch, 28 Februar 2018 13:48)

    In den Wechseljahren kommt es durch den Östrogenabfall leider häufig zu einer Gewichtszunahme. Der Grundumsatz sinkt, die Muskelmasse nimmt ab und die Fettmasse zu. Eine Gewichtszunahme unter Hormonen ist nicht belegt, im Gegenteil: Die Hormontherapie hat einen positiven Effekt auf das Bauchfett.

  • #5

    Susanne K. (Freitag, 27 April 2018 09:49)

    SOS - mir fallen die Haare nahezu büschelweise aus!!!! Komme ich in die Wechseljahre? Wann startet denn dieses Grauen? Ich bin 49 Jahre alt. Noch ein wenig zu jung dafür, oder?????? Warte ganz dringend auf Ihre Antwort!

  • #6

    Dr. Jutta Reiss (Freitag, 04 Mai 2018 13:08)

    Sehr geehrte Frau K.,
    Haarausfall kann viele Ursachen haben. Mit 49 Jahren stehen die Wechseljahre natürlich vor der Tür. In der Regel beginnen die Wechseljahre zwischen 40 und Mitte 50. Der Östrogenabfall, die Schilddrüse und/oder auch ein reduzierter Eisenhaushalt können diffusen Haarausfall , dünner und trockener werdende Haare verursachen. Manchmal sind es übrigens auch die Androgene, die Schuld am Haarausfall um die Wechseljahre sind. Checken Sie Ihr Blutbild und Ihren Hormonstatus.