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Die positive Wirkung einer Hormontherapie in den Wechseljahren

Früher oder später erlebt es jede Frau: das Klimakterium, auch Wechseljahre genannt. Dies bezeichnet die Zeit vor und nach der letzten Regelblutung, der Menopause. Typischerweise beginnen die Wechseljahre circa um das 50. Lebensjahr. Sie sind häufig mit diversen Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Stressintoleranz, Angst-und Panikattacken, bis zur totalen Erschöpfung und auch Scheidentrockenheit, Libidoverlust verbunden mit unregelmäßiger Menstruation. 

 

Entscheidende Faktoren, die das Klimakterium beeinflussen, sind die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron: Denn in der Regel beginnen die Wechseljahre mit einem Rückgang des Progesteronspiegels. Des Weiteren kommt es zu einem starken Absinken des Östrogenspiegels. Beide wichtigen Hormone liegen also plötzlich in einer ungewohnt niedrigen Menge im weiblichen Körper vor. 

 

Daher liegt die Idee nicht fern, die Beschwerden, unter denen viele Frauen während der Wechseljahre leiden, mit Hilfe von Hormonen zu behandeln und so den Hormonspiegel wieder zu erhöhen. Eine Möglichkeit hierfür ist die natürliche Hormontherapie, bei welcher die Frau mit bioidentischen Hormonen behandelt wird. 

 

Bei bioidentischen Hormonen handelt es sich um Hormone, deren Struktur identisch ist mit der der natürlichen körpereigenen Hormone. Dabei kann es sich sowohl um reine Östrogene als auch um Kombinationen von Östrogen und Progesteron handeln. Wichtig ist hierbei selbstverständlich immer die individuell angepasste Dosierung, bestimmt durch den behandelnden Arzt. 

 

Die Hormone für diese Behandlung werden aus Naturstoffen gewonnen, wie z.B. das Progesteron aus dem Diosgenin der Yamswurzel. Aufgrund des natürlichen Ursprungs werden starke Nebenwirkungen, wie sie bei künstlicher chemischer Herstellung teilweise zu erwarten sind, vermieden.

 

Die Wirkung der bioidentischen Hormone ist mannigfaltig: Sie wirken psychisch ausgleichend und stabilisierend und können so starken Stimmungsschwankungen und einer klimakterischen Depression gegensteuern. Auch der Schlaf und die Schlafqualität können durch solch eine Hormontherapie erheblich verbessert werden, was natürlich eine positive Auswirkung auf die Stimmung und somit auf viele Lebensbereiche hat. 

 

Des Weiteren werden nicht nur Hitzewallungen und Schweißausbrüche effektiv reduziert, sondern auch Atrophien und Entzündungen des Genitaltraktes, die ein wesentlicher Grund für Schmerzen beim Sexualverkehr darstellen können. Ein weiterer Vorteil ist die Minderung postmenopausaler Osteoporose und des Darmkrebsrisikos. Außerdem haben sie einen nachgewiesenen Schutzeffekt gegen Herzinfarkt und Schlaganfall.

 

Eine solche Hormontherapie ist vor, während und nach den Wechseljahren möglich. Einerseits kann sie frühzeitig begonnen werden, um die drohenden Wechseljahresbeschwerden oder gar eine Verstärkung bereits vorhandener Beschwerden durch die Wechseljahre zu vermeiden. 

Viele Frauen jedoch beginnen diese Art der Therapie erst, wenn sie bereits unter Klimakteriumsbeschwerden leiden. Auch dies ist möglich. Zudem gibt es keinen verbindlichen Endzeitpunkt der Therapie. Jene kann in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt weiter geführt werden, solang sie sinnvoll erscheint.

 

Alles in allem handelt es sich bei der bioidentischen Hormontherapie um eine Behandlungsweise, mit der die leidvollen Wechseljahresbeschwerden auf positive Weise beeinflusst oder gar verhindert werden können.

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