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Wechseljahre – Jahres des Wandels auf emotionaler Ebene

Für viele Frauen ist es ein Schock. Nicht die ersten Fältchen oder grauen Haare, sondern der Beginn der Wechseljahre zeigt „offiziell“: Das Alter beginnt! Dieser Gedankengang spielt sich in vielen Köpfen ab. Jugend und Fruchtbarkeit sind gesellschaftlich immer noch eng mit weiblicher Attraktivität verbunden.

 

Noch dazu befinden sich viele Frauen in Zeiten der Menopause in einer „Sandwichposition“. Die eigenen Eltern haben erste Krankheiten, werden eventuell sogar pflegebedürftig, während die Kinder noch auf Unterstützung angewiesen sind und sei es nur durch finanzielle Hilfe während des Studiums. Kommen zu dieser Doppelbelastung noch Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen hinzu, ist es bis zu Burnout und Depression nicht mehr weit. 

Keine Angst vor dem Klimakterium

Die Menopause ist eine Zeit des Loslassens. Falls Kinder im Haus sind und sie flügge werden, gilt es, neue Prioritäten im Leben zu setzen. Daher kann die Menopause auch als ein sehr positives Zeichen gewertet werden. Rein biologisch zeigen die Wechseljahre an, dass nun „Me-Time“ angesagt ist.

 

Manche Frauen möchten beruflich Vollgas geben oder sich lang gehegte Träume erfüllen. Oft folgt die heilsame Erkenntnis: Ich muss es nicht allen recht machen! Es kommt also stark auf die eigene Perspektive an, wie Sie die Menopause erleben. Zudem ist es völlig legitim, dass durch den sinkenden Hormonpegel die Stimmung mal am Boden ist, denn längst gilt die stabilisierende Wirkung von Östrogenen auf die Psyche als wissenschaftlich erwiesen.


Buchtipp: „Die gereizte Frau“ über den Umgang mit Wechseljahren

Frau in den Wechseljahren

Die Autorin Miriam Stein thematisiert in ihrem Bestseller „Die gereizte Frau“ die Problematik vielschichtig. Sie betont die politische Komponente der Menopause und den gesellschaftlichen Umgang damit. Wie Frau durch das Klimakterium kommt, hängt auch davon ab, wie viele Informationen sie sich angeeignet hat.

 

Viele verdrängen und zeigen sich völlig überfordert, wenn die Perimenopause einsetzt und teils ungewöhnliche Symptome wie Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Rosacea auftreten. Die Autorin bricht mit gängigen Klischees und stellt klar: Frausein endet nicht mit den Wechseljahren. Dabei möchte sie einen öffentlichen Diskurs über das Tabu-Thema anregen und die positiven Effekte der Wechseljahre hervorheben.



Hormone können mögliche Beschwerden lindern

Doch bei rund zwei von drei Frauen verläuft die Menopause nicht ohne Symptome. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, sexuelle Unlust, optische Veränderungen in puncto Haut, Haar und Gewicht, Leistungsabfall, aber auch Hitzewallungen und Schlafstörungen können dazu führen, dass es der Frau an Energie fehlt, um den Wandel in der Lebensphase der Wechseljahre aktiv zu gestalten. Wenn die Gesundheit leidet, leidet die Psyche mit.

 

Damit müssen Sie sich nicht abfinden. Bereits Sport und eine gesunde, vitalstoffreiche Ernährung können wesentlich dazu beitragen, das eigene Energielevel mit fortschreitendem Alter wieder anzuheben. Eine Hormonanalyse kann helfen, einen Mangel auszugleichen. Denn außer den Östrogenen wirkt eine Vielzahl weiterer Hormone wie Schilddrüsenhormone oder das Stresshormon Cortisol auf das Wohlbefinden während der Menopause ein.

 

Zur Behandlung ist die Verabreichung von bioidentischen Hormonen angezeigt. Dadurch verbessern sich in den meisten Fällen die Beschwerden wesentlich. Die Hormone werden ganz persönlich auf Sie abgestimmt. Letztlich hilft es, die Menopause als eine natürliche Lebensphase zu begreifen, aus der Sie mit neuem Fokus und neuem Selbstbewusstsein hervorgehen können.

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