Bioidentische Hormone – Definition

Als bioidentische Hormone bezeichnet man Wirkstoffe, die mit den körpereigenen Hormonen ähnlich sind. Auf der anderen Seite gibt es synthetische Hormone, bei denen jedoch die chemische Struktur von der der körpereigenen Hormonen abweicht. Bioidentische Hormone sind nicht nur in der Struktur, sondern auch in ihrer Wirkweise gleich. Sie werden vorzugsweise aus pflanzlichen Quellen hergestellt.

Personen, die einen Hormonmangel beklagen, können dem Mangel durch die Einnahme bioidentischer Hormone entgegenwirken. Einige gesundheitliche Einschränkungen können damit verhindert werden. Typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Depressionen, die typischerweise in den Wechseljahren auftreten, können mit bioidentischen Hormonen behandelt werden. Sie können gegebenenfalls auch zu einem verbesserten Hautbild verhelfen.

 

Therapie

 

Mittels Kontrolle im Speicheltest kann die Dosierung von bioidentischen Hormonen genau bestimmt werden. Ein Speicheltest zeigt auf, wie viele von ihnen der Körper aufnehmen kann. Aufgrund dessen wird die Dosierung so festgelegt, dass der Hormonspiegel im physiologischen Bereich bleibt. Therapeuten bestimmen eine entsprechende Hormonkonzentration, welche von Apotheken angefertigt werden. Dabei ist die Hormonkonzentration spezifisch für den jeweiligen Nutzer angepasst. Dadurch sollen Nebenwirkungen oder gar Brustkrebsgefahr vermieden werden. 

Die Zuführung von bioidentischen Hormonen geschieht normalerweise über die Haut oder die Vaginalschleimhaut. Wenn die Zuführung über die Haut geht, geht das Hormon direkt in das Blut. Dadurch wirkt es schnell und strapaziert die Leberfunktion nicht. Zudem ist das Hormon schon nach zehn Minuten im Speichel messbar. Die Zugabe über die Haut erweist sich als schonende Therapie, die sich der Physiologie des Körpers anpasst und nur bei einer Überdosierung zu Nebenbeschwerden führt. Um eine Überdosierung festzustellen und sie gegebenenfalls zu korrigieren, müssen regelmäßige Kontrollen im Labor durchgeführt werden. Im Gegensatz zu synthetischen Hormonen sind Bioidentische im Labor messbar.

Des Weiteren empfiehlt es sich, stets die Gebärmutterschleimhaut mit der Ultraschallsonografie zu kontrollieren. Bei hohen Östrogengaben und keiner weiteren Progesterongabe kann sich die Gefahr für Gebärmutterschleimhautkrebs sowie Brustkrebs steigern. Aus diesem Grund empfiehlt es sich stets bei einer Verabreichung von Östrogen oder östrogenwirksamen Substanzen das natürliche Progesteron in einer der Östrogendosis angebrachter Dosierung dazugegeben werden.

 

Die Vorteile der bioidentischen Hormone

Eine bioidentische, naturidentische oder natürliche Hormonersatztherapie beschreibt den Gebrauch von Hormonen, die mit denen des menschlichen Körpers gebildeten Hormonen exakt gleich sind. Angesichts dieser Eigenheit werden bioidentische Hormone als äußerst nebenwirkungsarm dargestellt. Es gibt Studien, die beweisen, dass bioidentische Hormone wie beispielsweise Progesteron oder auf der Haut aufgetragenes Östradiol Vorteile bringen. Diese Studien wurden mit zugelassenen Arzneimitteln erhoben.

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