· 

Hormonmangel als Krankheitsursache

Hormonmangel als Krankheitsursache

Als Folge eines Hormonmangels stellen sich besonders um die Wechseljahre  bei Mann und Frau viele Beschwerden ein, die einem Krankheitsbild zugeordnet werden. Klassischerweise werden Symptome zuerst mit Medikamenten behandelt, anstatt der Ursache auf den Grund zu gehen. Gerade um die Lebensmitte aber verändert sich  der Hormonhaushalt gravierend. Während der junge Körper bei intaktem Hormonstoffwechsel sämtliche Strategien zur Abwehr von Krankheiten aufweist, reduzieren sich diese im Alter. Folgende Symptome  können sich bei Hormonmangel einstellen:

  1. Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  2. Vitalitätsverlust
  3. depressive Verstimmungen
  4. Kraftlosigkeit und Erschöpfung
  5. Vergesslichkeit
  6. Schlafstörungen
  7. Schweissausbrüche
  8. Hitzewallungen
  9. Bluthochdruck
  10. Kopfschmerzen
  11. Gewichtszunahme
  12. Gelenkschmerzen
  13. Infektanfälligkeit
  14. Darmstörungen
  15. trockene Haut/Schleimhäute
  16. Libidoverlust
  17. Erektionsstörungen...

Ein einfacher Hormoncheck in meiner Hormonsprechstunde kann Auskunft darüber geben, ob ein Hormonmangel besteht. Darüber hinaus kann die Blutanalyse Defizite im Stoffwechsel von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen aufdecken. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist neben dem gesunden Lebensstil die wichtigste Stellschraube, an der wir selbst drehen können, um ein gesundes Altern und seine Folgeerkrankungen zu vermeiden. Körperlicher und geistiger Abbau ist nicht zwingend, wenn man den Blick auf die Ursachen richtet.

 

Folgende chronische (Alters-) Erkrankungen können  Ausdruck eines Hormonmangels sein:

  • Herz-und Kreislauferkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Demenz
  • Diabetes
  • Osteoporose
  • Gelenkerkrankungen
  • Übergewicht
  • Depressionen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • Hautalterung
  • Haarausfall
  • Libidoverlust
  • Erektionsstörungen
  • Inkontinenz
  • Gedächtnisverlust

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 6
  • #1

    Julia (Freitag, 02 Februar 2018 12:54)

    Liebe Frau Dr Reiss,
    ich bin seit ca. einem Jahr in den Wechseljahren und habe neuerdings beim Geschlechtsverkehr Schmerzen. Da ich vermute, dass die Schleimhäute zu trocken sind, habe ich mir in der Apotheke ein Gleitgel gekauft. Das hat aber nicht wirklich geholfen. Gibt es eine Alternative? Ich freue mich auf Ihre Antwort.

  • #2

    Susanne (Freitag, 02 Februar 2018 12:58)

    Hallo,
    ich bin ständig müde und fühle mich oft so energielos. Ich dachte eigentlich, dass es an der Jahreszeit und am mangelnden Sonnenlicht liegt. Aber kann vielleicht auch der Beginn der Wechseljahre Schuld an meinem Leistungstief sein? Und wenn ja, was kann ich tun?

  • #3

    Dr. Jutta Reiss (Montag, 05 Februar 2018 16:32)

    Hallo Julia,
    Der Östrogenabfall in der Menopause verändert das Scheidenmilieu erheblich. Es herrscht ein saures Milieu, dass eine andere Keimbesiedlung nach sich zieht. Die Folge können Harnwegsinfektionen sein. Außerdem wird die Scheide trockener, weil Schmierflüssigkeit fehlt. Lokal können sehr wirkungsvoll Östrogene eingesetzt werden, die keine systemischen Wirkungen und daher auch keine unerwünschten Nebenwirkungen haben.

  • #4

    Dr. Jutta Reiss (Mittwoch, 07 Februar 2018 16:49)

    Müdigkeit und Vitalitätsverlust treten in den Wechseljahren wegen der Hormonumstellung häufig auf. Stimmungstiefs und Kraftlosigkeit folgen und machen den Alltag noch schwerer. Ein Gespräch mit Ihrem Arzt und eine Hormonanalyse kann helfen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

  • #5

    P. (Montag, 26 Februar 2018 22:04)

    Wie lange dauern die Wechseljahre? Und fühlt man sich besser, wenn man damit durch ist?

  • #6

    Dr. Jutta Reiss (Mittwoch, 07 März 2018 16:31)

    Wechseljahre können eine Zeitspanne von bis zu 10 Jahren und länger umfassen. Das ist aber nicht die Regel. Generell verlaufen die Wechseljahre individuell sehr unterschiedlich und in mehreren Phasen. Akute klimakterische Beschwerden wie Schweissausbrüche, Hitzewallungen, Angst-und Panikattacken etc. sind danach nur in Ausnahmefällen zu beobachten. Begünstigt werden durch den Hormonmangel im Alter aber ganz unbemerkt Alterserkrankungen wie Osteoporose, Diabetes, Demenz, Herz-Kreislauferkrankungen ...